FREIE PLÄTZE: 1 ab Januar 2020

Pädagogisches Konzept

Rahmenbedingungen

Die Betreuung findet bri mir zu Hause statt. Der Spielraum ist lichtdurchflutet und bietet ausreichend Platz für vier Kinder sich zu entfalten.

Die Plätze richten sich an Kinder, deren Eltern eine wöchentliche Betreuungszeit von mind. 20 Stunden benötigen.

Die Öffnungszeiten sind von 7:00 Uhr bis 16:00 Uhr.

Mein Jahresurlaub beträgt 28 Tage an denen die Kindertagespflegestelle geschlossen bleibt. Dieser wird jedoch immer rechtzeitig und einmal jährlich bekannt gegeben.

Unser Tagesablauf

Von 7:30 bis 07:45 ist Ankommens Zeit und freies Spiel. Um 07:45 machen wir unseren Morgenkreis, in dem wir uns gegenseitig Begrüßen, sehen wer da ist und 1-2 Lieder singen.

Um 8:00 Uhr ist Zeit zum Frühstücken. Jeder ist so viel er kann und keiner wird gezwungen. Nach dem Frühstück gehen wir dann alle gemeinsam Händewaschen und Zähneputzen. Bei Bedarf kann jetzt auch eine Windel gewechselt werden oder ein Toilettengang gemacht werden.

Um 8:45 Uhr machen wir uns dann je nach Wetterlage auf den Weg nach draußen. Meistens gehen wir auf einen der nah gelegenen Spielplätze, die wir ganz ohne eine Straße zu überqueren erreichen können. Jedoch gehen wir gelegentlich auch mal zum Markt.

Unser toller Krippenwagen, in dem jeder seinen festen Platz hat, fehlt natürlich nie. Dort sind wir dann auch geschützt wenn wir z.b. vom Regen überrascht werden.

Wenn das Wetter nicht mitspielt, haben wir drinnen auch ganz viele Möglichkeiten zu spielen, malen, puzzeln, singen etc.

Um 10:30 machen wir dann unsere Schmause Pause, in der wir frisches Obst essen.

Wenn wir draußen waren, sind wir spätestens hierfür wieder zurück.

Anschließend machen wir uns „Bettfertig“, bekommen noch eine Einschlaf-Geschichte vorgelesen und dann geht  gegen 11 Uhr jeder in sein eigenes Bettchen. Schlafsack evtl. Kopfkissen oder Kuscheltier, jeder kann mitbringen, was ihm vertraut und wichtig ist.

Gegen 12:30 Uhr werden wir langsam und liebevoll geweckt (wenn wir noch nicht von alleine wach geworden sind), damit wir noch Zeit haben, wach zu werden bis wir um 13 Uhr gemeinsam essen. Selbstverständlich denken wir vorher alle gemeinsam den Tisch und sagen zum Essen einen Tischspruch auf.

Nach dem Essen haben wir Zeit für freies Spiel bis wir abgeholt werden.

Ernährung und Hygiene


Eine gesunde, ausgewogene und kindgerechte Ernährung ist mir wichtig, daher koche ich täglich frisch.

Das Mittagessen besteht in der Regel aus mind. 2 Komponenten und bietet den Kindern immer eine Auswahl.

Das Essen ist für die Kinder stets freiwillig, jedoch lege ich Wert darauf, dass wir alle zusammen am Tisch sitzen und gemeinsam anfangen zu essen. Mit einem Tischspruch wünschen wir uns in der Regel einen guten Appetit.

Mit zunehmenden motorischen Fähigkeiten werden die Kinder an den Gebrauch von Messer und Gabel herangeführt. Doch vorerst ist es erlaubt mit den Händen zu essen.

Um den Kindern den Erhalt Ihres natürlichen Sättigungsgefühls  zu ermöglichen, leite ich mit der Zeit an, den Teller oder das Glas selbstständig zu befüllen. Die Menge richtig einzuschätzen kann erst nach diesem Schritt gelernt werden und ist Teil des Ziels.

Der Teller muss nicht leer gegessen werden, wer satt ist, ist satt.

Vor den Mahlzeiten waschen wir uns gründlich die Hände, nach den Mahlzeiten putzen wir uns gemeinsam die Zähne und waschen uns Gesicht und Hände, auch nach den Toilettengängen waschen wir gründlich die Hände.

Auf Wunsch des Kindes starten wir mit dem Toilettentraining, ausschlaggebend dafür ist, dass das Kind seinen Harn und Stuhldrang spürt und es selber den Willen zur Toiletten Nutzung zeigt.

Beim Windeln wechseln trage ich grundsätzlich Handschuhe. Nasse oder stark verschmutze Kleidung wird gewechselt.

Solange die Kinder eine Trinkflasche brauchen bitte ich Sie diese ausschließlich mit Wasser zu befüllen, den Kindern steht ein Tisch zur Verfügung auf denen die Flaschen jederzeit zur Verfügung stehen, dort kann getrunken werden.

Zusammenarbeit mit den Eltern

Für die pädagogische Arbeit ist die Erziehungspartnerschaft zwischen Ihnen und mir unabdingbar.

Erziehungsberechtigte und Tagespflegeperson stehen nicht in Konkurrenz zueinander sondern verstehen sich, als sich gegenseitig unterstützende Bezugspersonen des zu betreuenden Kindes.

Um die bestmögliche Betreuung und Förderung ihres Kindes zu gewährleisten ist es wichtig, dass wir in einem ständigen, ehrlichen und wertschätzendem Austausch miteinander stehen und Änderungen oder Veränderungen der Lebenssituation des Kindes jederzeit miteinander besprechen.

Diese Möglichkeiten der Kommunikation können wir nutzen:

- kurze „Tür und Angel“ Gespräche, wenn die Situation dies zulässt

- terminierte Elterngespräche bei denen sichergestellt werden muss, das sowohl Ihre als auch meine Kinder in dieser Zeit anderweitig betreut werden

- ein halbjährlich stattfindendes Entwicklungsgespräch basierend auf von mir geführten Entwicklungsbögen, zu dem ich Sie einlade.

- In sehr dringenden Fällen können wir einen Telefontermin vereinbaren.

Der Vorteil der kleinen Gruppe

Ein entscheidender Vorteil der Kindertagespflege liegt in der überschaubaren Gruppengröße. Das eröffnet mir die Möglichkeit, eine intensive Bindung zu den einzelnen Kindern aufzubauen und sie individuell zu fördern. Ein weiterer positiver Aspekt ist die Altersmischung, die sowohl kleineren als auch größeren Kindern zugute kommt.

Die Kleinen lernen von den Älteren durch Nachahmung, während die Großen eine Vorbildfunktion einnehmen und erfahren, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen. Die soziale Kompetenz der Kinder wird gefördert, da sie spielerisch lernen, Rücksicht auf andere zu nehmen und zudem verschiedene Rollen ausfüllen können. Neben einem gesunden Durchsetzungsvermögen lernen die Kinder, Verständnis füreinander aufzubringen.

Das Mitbringen von Spielsachen / Eigentum

Das Mitbringen von einem Kuscheltier o. ä. ist natürlich jederzeit möglich und oftmals, gerade wenn das Trennen morgens noch schwer fällt, ganz besonders wichtig.

Damit dies aber hier nicht zu Schwierigkeiten untereinander führt, bitte ich Sie folgendes zu beachten:

Das mitgebrachte Spielzeug sollte nicht allzu groß sein, sodass es in das Eigentumsfach Ihres Kindes passt, um dort sicher aufbewahrt werden zu können.

„Kriegsspielzeug“ (Spielzeugwaffen, -panzer, -soldaten oder anderes gewaltverherrlichendes Spielzeug) darf nicht mitgebracht werden. Ebenfalls kein Spielzeug, das lärmt und/oder blinkt. Auch nicht an Karneval.

Bei mitgebrachtem Spielzeug kann es dazu kommen, dass auch die anderen Kinder Interesse daran haben. Für Kinder unter drei Jahren ist das Teilen eine sehr große Herausforderung, denn in ihrer Entwicklung ist es nun erst einmal wichtig zwischen mein und dein zu unterscheiden.

Bringen Sie daher bitte nur Spielsachen mit, die auch kleine und größere Strapazen aushalten können.

Spielzeug welches beim Abholen hier vergessen wurde kann nicht in meiner Freizeit angeholt werden!

In Ausnahmesituationen behalte ich mir vor, für eine im Vorfeld abgesprochene, festgelegte Zeit das Mitbringen von Spielzeug/Eigentum einzuschränken.

Die Eingewöhnung

Bei meiner Arbeit mit den Kindern ist mein erstes und wichtigstes Ziel, dass sie sich bei mir sicher und geborgen fühlen und gerne zu mir kommen. Die Voraussetzung dafür bildet eine enge und vertrauensvolle Beziehung von Tageskind zu Tagesmutter. Durch eine, über zwei bis vier Wochen dauernde, sanfte Eingewöhnungsphase des Kindes in den Tagespflegealltags, unter Mitwirken der Eltern, wird eine optimale Grundlage für die Beziehung und Bindung des Kindes zu mir, als Tagesmutter, geschaffen.  Bei der Eingewöhnung richte ich mich nach dem Berliner Modell. Ich betreue kein Kind ohne Eingewöhnung! 

Bewegung, Kreativität und Musik

In meiner Kindertagespflege in Glinde stehen Spielen und Toben im Zentrum der täglichen Aktivitäten. Vielseitige und kontinuierliche Bewegungserfahrungen helfen den Kindern, ihren Körper und ihre Umwelt besser wahrzunehmen. Neben der Beschäftigung in den Räumen der Kindertagespflege schließt das natürlich auch Ausflüge ins Freie ein. Das Wetter spielt dabei keine übergeordnete Rolle, denn mit geeigneter Kleidung kann auch Regen großen Spaß machen. Im Garten, im Wald oder auf dem Spielplatz gewinnen die Kinder beim Klettern, Rennen, Schaukeln oder Balancieren an Selbstvertrauen. Das fördert eine gesunde Entwicklung verschiedener motorischer Fähigkeiten.

Ich helfe Ihrem Kind dabei, überall etwas Besonderes zu entdecken und seiner Kreativität freien Lauf zu lassen. In der Natur finden sich überall Materialien zum Basteln und Spielen. Das Wichtigste ist dabei, dass Ihr Kind stets Freude an den Aktivitäten empfindet. Es lernt aus dem Spaß heraus, durch kreative Spiele für alle Sinne, zu denen neben dem Basteln mit verschiedenen Materialien auch Experimente mit Farben oder das Kennenlernen von Musikinstrumenten zählen.

Überhaupt ist Musik ein wichtiger Bestandteil der kindlichen Entwicklung. Gemeinsam und wiederholt gesungene Lieder helfen dabei, den Wortschatz zu erweitern. Instrumenten durch Neugier und Ausprobieren Töne zu entlocken, sorgt immer für fröhliche Gesichter. Eine musikalische Erziehung fördert aber nicht nur die sprachliche Entwicklung Ihres Kindes, auch das Rhythmusgefühl und die Merkfähigkeit werden entscheidend gestärkt.

Frühkindliche Bildung und Förderung

Kinder lernen in jedem Augenblick ihres Lebens. Sie erforschen die Welt, saugen Eindrücke auf und imitieren das Verhalten Erwachsener. Sie lernen, wie ihr eigener Körper funktioniert, wie sie mit anderen kommunizieren können und wie sich Dinge und Materialien anfühlen. Jedes Kind bringt Begabungen und Talente mit, die entdeckt, gefördert und herausgefordert werden wollen. Es ist von entscheidender Bedeutung, Kindern laufend Möglichkeiten zu eröffnen, neue Erfahrungen zu machen und Gelerntes zu vertiefen.Denn mit jeder neuen Erfahrung, mit jeder erlernten Fähigkeit wachsen Selbstständigkeit und Selbstvertrauen. Eine der Hauptaufgaben der Kindertagespflege ist es, den Kindern vorbehaltlos zu ermöglichen, ihre individuellen Fähigkeiten zu erweitern und auszubauen.

Ich begleite das Kind liebevoll und achtsam und unterstütze es bei seiner individuellen Entwicklung.

Inklusive Arbeit bedeutet für mich, keine Unterschiede zwischen Bildungsstand, Religionen, kulturellen Herkünften, Behinderungen, Geschlechtern und Alter zu machen.


Das Ministerium für Bildung des Landes Schleswig-Holstein hat Bildungsleitlinien herausgegeben, die sich in folgende sechs Bildungsbereiche teilen:

  • Körper, Gesundheit und Bewegung
  • Mathematik, Naturwissenschaften und Technik
  • Kultur, Gesellschaft und Politik
  • Sprache, Zeichen/Schrift und Kommunikation
  • Musisch-ästhetische Bildung und Medien
  • Ethik, Religion und Philosophie

Diese Bereiche werde ich unter anderem wie folgt in meiner täglichen Arbeit mit Ihrem Kind fördern und unterstützen,  ohne Druck auf Ihr Kind auszuüben oder es zu überfordern:

Körper, Gesundheit und Bewegung:

Grobmotorik: die Kinder haben hier die Möglichkeit mit Fahrzeugen zu fahren, sowohl drinnen als auch draußen, tägliches Toben, wenn das Wetter es zulässt auch draußen. Dort ist es den Kindern möglich, auf unebenen Rasenflächen zu gehen, die Balance zu halten, hinzufallen und aufzustehen zu erlernen, zu Klettern, Treppen zu steigen, in Pfützen zu hüpfen usw. Das erlernen sich zunehmend selbstständiger An- und Auszuziehen.

Feinmotorik: erlernen des selbstständigen Essens mit Besteck, erst mit dem Löffel dann mit Messer und Gabel, Trinken aus dem Glas, das selbstständige Befüllen des Tellers und des Glases etc. Das Öffnen und Schließen der Matschhosenträger, Knöpfe, Reißverschlüsse, Klettverschlüsse, Schnürbänder, den Umgang mit Pinsel, Stiften, Farben, Prikelnadeln, Scheren, Papier und Pappe, das Auffädeln von Perlen etc…

Mathematik, Naturwissenschaften und Technik

Erste Erfahrungen mit Mathematik können die Kinder bei dem regelmäßig stattfindenden Angebot vom umfüllen und befüllen unterschiedlich großer und breiter, teils befüllter Gefäße machen, beim regelmäßigen Körpergrößen messen, beim Bauen mit verschiedenen Konstruktionsmaterialien. Hierbei machen die Kinder auch gleich Erfahrungen  mit Statik.

Erfahrungen mit der Schwerkraft werden durch das fallenlassen von verschieden schweren und verschieden großen Gegenständen gemacht.

Beim Malen mit Farben erleben sie, das sich diese mischen lassen und dadurch neue Farben entstehen können.

Wir setzen jedes Jahr verschiedene Obst und Gemüsesamen an und können daran erleben wie sich Pflanzen entwickeln.

Unser nah gelegener Park regt zum Erleben von Natur an, hier können die Kinder hören, riechen, schmecken und fühlen was die Natur zu bieten hat. Durch das häufige Angebot verschiedener Naturmaterialien erfahren die Kinder viel über Beschaffenheit, Form, Farbe, Temperatur und Geruch. Durch Ausflüge in die nähere Umgebung lernen die Kinder unser direktes Umfeld kennen.

Kultur, Gesellschaft und Politik

Mein Erziehungsstil sieht keine religiöse Erziehung vor. Jedoch feiern wir hier

Brauchtumsfeste wie z.B. Karneval, Ostern und Weihnachten ebenso wie Geburtstage, Halloween.

Sprache, Zeichen/Schrift und Kommunikation

Durch die tägliche Ansprache, dem „miteinander sprechen“, der Aufforderung zu kommunizieren, durch Zuhören, durch das Verbalisieren von Tätigkeiten, Bilderbuch Betrachtungen, Singen, Fingerspiele, Klatschreime etc. Dies beginnt bei unserer Begrüßung, und endet mit unserer Verabschiedung.

Das Sprechen ist selbstverständlich freiwillig und nur Ihr Kind entscheidet wann und was es sagen will, jedoch erfahren alle Kinder, dass ich sie immer wieder anspreche und durch Sprache unser Tag strukturiert ist.

Auch das Erlernen von Höflichkeiten wie „Bitte“ und „Danke“, "Hallo" und "Tschüß" und das Streitschlichten gehört zur Sprachförderung.

Kinder die bilingual erzogen werden können hier mit anderen Kindern einen ganz ungezwungenen Kontakt mit der deutschen Sprache herstellen. Im Spiel miteinander ist  das Erlernen dieser spielerisch und ungezwungen.

Musisch-ästhetische Bildung und Medien

Ansprechendes Material aus der natürlichen Umgebung der Kinder, Verkleidungssachen, Kinderküche, Spiegel, Schaukeln, Sandkasten, Fahrzeuge, Konstruktionsspielzeug, Puppen, Autos, verschiedene Farben, Pinsel, Papiere, Stifte, Knete, Stoffe, wertfreies Material, Naturmaterial, Bilderbücher, Sachbücher, Hörspielkassetten, Musik CD´s.

All diese Materialien stehen den Kindern zur Verfügung oder werden in Impulsen oder bei Projekten angeboten und können von den Kindern erforscht und kennen gelernt werden.

Das Sortiment an Verkleidungssachen regt zum Verwandeln in andere Rollen, Berufe, Lebewesen ein.

Den Kindern steht in regelmäßigen Impulsen, ausgefallenes, kreatives Material zur Verfügung welches zum Experimentieren einlädt.

Die Kinder werden, auch durch das Einsetzen von CDs, an verschiedene Musikrichtungen herangeführt.

Ethik, Religion und Philosophie

Ein sorgsamer Umgang mit den gegebenen Ressourcen wird den Kindern stets vermittelt z.B. dass, das Licht in den Räumen die nicht genutzt werden immer auszumachen, ein Blatt Papier kann auch von beiden Seiten bemalt werden und die Taschentücher können auch zweimal benutzt werden. Der Müll wird in deutlich dafür vorgesehene Behälter getrennt.